Mittwoch, 23. Januar 2008

Kurzer Prozess!

Mein Blog und ich haben uns auseinander gelebt!

Waehrenddessen ich in meinem Blog ueber die Suedinsel schreibe, geht mein Leben in Auckland weiter. Leider komme ich zur Zeit – ab und zu muss ich auch mal arbeiten – nicht so recht zum schreiben. Mit meinem jetzigen Schreibtempo wuerde ich den Suedinsel-Trip so in ca. drei Jahren fertig stellen.

Nuechtern betrachtet, schreibe ich gerade ueber Sachen, die an Weihnachten stattgefunden haben. Dabei ist heute der 24. Januar.
Ich moechte, dass mein Blog und ich wieder zusammenfinden und deshalb mache ich kurzen Prozess: ich zeige Euch nur die Fotos vom Rest der Reise. Erzaehlen kann ich Euch alles, wenn ich wieder in Hamburg bin.

Pancake Rocks
Punakaiki – Beach Hostel
Franz Josef Glacier
Lake Matheson
Te Anau
Doubtful Sound
Key Summit
Queenstown
Glenorchy-Kinloch
Lake Ohau
Hamner Springs-Marlborough
Wellington-Wanganui


Donnerstag, 17. Januar 2008

Punakaiki -> Pancake Rocks

Aufgewacht wie junge Goetter haben wir uns auf die weitere Reise gemacht. Unser naechstes Ziel heisst Punakaiki, ein kleiner Ort an der Westkueste der Suedinsel.
Klimatisch betrachtet ist die Westkueste ziemlich feucht, das perfekte Klima fuer Regenwald! Die Fahrt an der Westkueste entlang ist sehr beeindruckend: zur linken Hand Berge, einige sind auch im Sommer noch schneebedeckt, und zur rechten Hand Meer.

Puenktlich zu Heiligabend kommen wir in Punakaiki in einem kleinen, aber feinen Hostel an – dem Te Nikau Retreat. Selbstverstaendlich gibt es zu Weihnachten auch ein Weihnachtsessen und so machen wir uns Pasta.

Nur nicht aus der Ruhe bringen lassen

Tina verarbeitet unsere wichtigste Zutat, die Tomatensosse aus dem Glas :)

Free "Mulled Wine" (Gluehwein) zu Weihnachten schmeckt anders bei 30°C ;)

Dieser Spruch wird zum Motto der Reise

Tags darauf, am 1. Weihnachtstag, gehen wir zum Strand von Punakaiki. Der 5-minuetige Weg fuehrt durch eindrucksvollen Regenwald.
Regenwald gibt es uebrigens nicht nur in den Tropen, sondern auch in den gemaessigten Breiten.

Welcome to the jungle

Pfad durch den Regenwald zum Strand

Farnbaeume, Palmen und andere Baeume wechseln sich ab

Trotz Sonnenschein ist es erstaunlich dunkel im Wald

Aufklaerungsarbeit in Neuseeland

Der Eingang zum Te Nikau Retreat

Die letzten Meter zum Strand

Am Ziel angekommen!

Ich habe keine Ahnung was das ist...

Der Strand

Wasserfall am Strand


Kleines Video vom Strand aufgenommen mit meiner Digitalkamera

Den Abend des 1. Weihnachtstages verbringen wir in Punakaikis einziger Taverne. Erfreulicherweise gibt es einen Shuttle-Service der Taverne von unserem Hostel dorthin und auch wieder zurueck.

Wer genau hinsieht, erkennt drei Biere

Die Taverne von Punakaiki

Die Schaumkrone auf dem Bier ist in Neuseeland verpoent

Blick auf die Westkueste in Suedrichtung

Diese und viele andere Fotos hier:

Punakaiki – Te Nikau Retreat

Mittwoch, 16. Januar 2008

Abel Tasman Park -> Punakaiki

Der Abel Tasman Coastal Walk ist einer der beliebtesten – wenn nicht sogar der beliebteste Great Walk Neuseelands. Das hat zur Folge, dass es dort gerade zur Sommerzeit sehr voll ist. Wir beschließen deshalb, dass wir nur kurz dort bleiben: lange genug um einen ersten Eindruck zu bekommen, nicht so lange, dass uns die Massen stören würden.

Unser kurzer Schnupper-Walk macht Lust auf mehr. Die Wanderstrecke führt an etlichen goldfarbenen Stränden mit blauem Wasser vorbei. Menschenmassen suchen wir hingegen vergebens. Offensichtlich war unsere anfängliche Angst übertrieben.
Hätten wir mehr Zeit, würden wir weiter laufen. Da der ganze Great Walk jedoch etwa 3–5 Tage dauert und es noch viele andere Orte auf der Südinsel gibt, die wir besuchen wollen, beschließen wir weiter zu ziehen.

Einer der vielen schönen Strände des Abel Tasman Coastal Tracks

Dieser Baum lässt sich auch von Naturgewalten nicht beeindrucken

Die Strecke führt zumeist durch Wald, immer der Küste folgend

Einige Strecken im Abel Tasman Park sind auf Grund der starken Gezeiten zeitweise nicht begehbar, andere zum Schutz der Natur mit Brücken versehen

Vom Laufen bekommt man Hunger, also suchen wir uns einen netten Platz für ein Picknick. Da es sehr warm ist, brauchen wir heute Nacht nicht wirklih ein Hostel, sagen wir uns. Wir sind bestens ausgestattet mit Zelt und Schlafsäcken sowie unserem 8-sitzigen Van, es ist warm, warum also nicht mal auf eigene Faust übernachten? Das Zelt stellen wir allerdings gar nicht mehr auf. Stattdessen legen wir uns einfach mit Isomatten und Schlafsäcken nach draußen. Ein bißchen Abenteuer muss schon sein!
Leider fängt es mitten in der Nacht an zu regnen, sodass wir ins Auto flüchten... Der Plan ging also nicht so ganz auf. Ein Glück, dass Judy uns das Raumwunder ihrer Mutter geliehen hat!

Tina und ich machen uns schon mal fürs Picknick bereit

An Krischi&Melli: Das Meine-Stadt-heißt-Hamburg-Handtuch ist immer dabei!

Zu später Stunde

Wie gesagt, zur Not dient der Van auch als Hostel. Man kann immer noch einen Sitz mehr umklappen

Steffi hat die linke Seite eingenommen, Tina die mittlere Sitzreihe und ich den Beifahrersitz

Am nächsten Tag geht es weiter in Richtung Westküste nach Punakaiki – immer auf der Suche nach gutem Wetter. Auf dem Weg dorthin haben wir noch halt bei einer Seerobben-Kolonie gemacht und auch einige Wekas gesehen. Wekas sind lustige, flugunfähige Laufvögel. Ihr Gang mutet etwas tollpatschig an und ihr Aussehen erinnert an Hühner. Sehr unterhaltsame Zeitgenossen diese Wekas.

Die Brücken auf der Südinsel sind oft nur einspurig, sodass man immer auf entgegenkommenden Verkehr achten sollte

Feuchtes Wetter kündigt sich an

Den Friesen-Nerz gibt es auch in Neuseeland. Mit dem Outfit mache ich Ali G. Konkurrenz

Ein Weka watschelt dahin

Hamburg – meine Perle. 15.732 km entfernt

Eine Seerobben-Kolonie in freier Wildbahn – auch wenn man möglicherweise zunächst keine Robben auf dem Foto erkennen kann. Wer genau hinsieht, sieht welche

Ja, das Wetter ist rauh :)

Nach unserem kleinen Abstecher zu der Robbenkolonie, machen wir auf dem Weg zu unserem nächsten Anlaufpunkt Stopp für einen Einkauf. Im Supermarkt springt uns sogleich Weihnachten entgegen. Daran haben wir überhaupt nicht mehr gedacht! Immerhin ist heute der 24.12. – Heiligabend.

Weihnachtlich gekleidete "New World"-Mitarbeiterin

Unser nächstes Ziel heißt Punakaiki – ein kleiner Ort an der Westküste.

Alle Fotos:

Abel Tasman Park

Auckland -> Nelson – Auf und davon

Hier beginnen die Berichte über den Südinsel-Trip. Um nicht alles in einen riesigen Beitrag zu schreiben, habe ich die Reise in kleinere Abschnitte unterteilt. Dann muss ich auch nicht alles auf einmal schreiben :) Im Nachhinein über etwas zu schreiben, finde ich immer ein bißchen schwierig, da man ja doch dazu neigt, dass eine oder andere zu vergessen. Aber das soll mich nicht davon abhalten meine grauen Zellen mal anzustrengen und die Reise vor meinem geistigen Auge nochmal für euch Revue passieren zu lassen.

Am Vorabend unserer Reise sind wir bei Anna (einer Freundin aus der Uni) und Rita zu Hause eingeladen, wo es neben Snacks und Getränken auch Weihnachtsbasteleien gibt. Am nächsten Tag – Freitag, d. 21.12. – brechen wir, Steffi, Tina (eine Freundin von Steffi, die sie hier besucht) und ich, mit dem ersten Sonnenstrahlen auf und fahren mit dem Taxi zu Judy (mit der ich übrigens zusammen in der Uni arbeite). Judy ist so freundlich uns das Auto ihrer Mutter für den Südinsel-Trip zu leihen. Wir haben Glück: es ist ein Van und es passt jede Menge Kram rein. Ein 8-Sitzer, der notfalls, wenn man alle Sitze umlegt, auch als fahrendes Drei-Bett-Zimmer genutzt werden kann. Aber dazu später noch mehr!

Auf und davon – zugegeben, das ist nicht das Auto von Judys Mutter.

Das Raumwunder mit dem wir wirklich unterwegs sind

Fährt man aus Auckland raus, hat man keinen Ärger mehr mit dem Strassenverkehr zu befürchten. Von den etwa 4 Millionen Einwohner Neuseelands wohnen immerhin fast ein Viertel in Auckland. Das spiegelt sich auch auf den Motorways wider. Gibt es in Auckland noch sechsspurige Motorways, sehen sie ausserhalb von Auckland eher wie deutsche Landstraßen aus. Mit denen haben sie übrigens auch das Tempolimit von 100 gemeinsam.

Die Auto-Fähre, mit der wir von Wellington (auf der Nordinsel) nach Picton (auf der Südinsel) übersetzen, haben wir für 8 Uhr abends gebucht. Damit uns keine bösen Überraschungen erwarten, haben wir uns darauf geeinigt wenig Stopps zu machen und schnell ein paar Kilometer auf der Nordinsel abzureißen um später mehr Zeit in Wellington zu haben. Immerhin sind es gut 660 km von Auckland nach Wellington.

Hitting the road

Leider ereignet sich schon bei unserem ersten Kaffee-Stopp das Elend: Ich vergesse mein Portemonnaie im Café. Unglücklicherweise bemerke ich es aber erst beim nächsten Tank-Stopp 2 Stunden später. Die Zeit reicht nicht aus um umzukehren, da wir die Fähre für 8 Uhr fest gebucht haben. Also rufe ich beim Café an und bitte Café-Besitzer das Geld im Portemonnaie zu nutzen um es zu mir nach Hause zu schicken. Der Café-Besitzer macht auf mich einen recht zuverlässigen Eindruck und so entschließe ich mich dazu meine Kreditkarten nicht sperren zu lassen und so der zeitaufreibenden Kreditkarten-Neubeschaffung aus dem Weg zu gehen. Das Geld im Portemonnaie würde für den Café-Besitzer wohl nicht reichen um seinen Laden aufzugeben und ein neues Leben zu beginnen, sage ich mir. Und ich wüsste wo ich ihn finde, sollte es Probleme geben.
Tina und Steffi sagen mir sie würden mir lieber das Geld für den Trip leihen als zurückfahren und riskieren die Fähre zu verpassen. Gesagt, getan!

In Wellington angekommen, bemerken wir, dass wir die richtige Entscheidung getroffen hatten. Die Zeit hätte nicht ausgereicht um umzudrehen. Dann entschließen wir uns dazu die Sache mit dem Portemonnaie – so gut es eben geht – zu vergessen und die Reise zu genießen.

Zeit für einen Kaffee war aber noch!

An der Waterkant in Wellington

Nach einem Imbiss geht es dann frisch gestärkt auf die Auto-Fähre. Das Meer zwischen Nord- und Südinsel ist berüchtigt für rauhen Seegang. Wir aber haben Glück: unsere Fähr-Überfahrt gleicht dank gutem Wetter eher einem Sonntagsausflug.

Hoffentlich vergessen sie nicht die Luke zu schließen

...und wir legen ab

Tina und Steffi genießen die letzten Sonnenstrahlen und sind anscheinend bei guter Laune...

... genau wie die Bord-Besatzung – Weihnachten kann nicht mehr weit sein!

Die letzten Sonnenstrahlen des Tages

In Picton kommen wir erst nach Sonnenuntergang an. Glücklich, dass wir unser Hostel – das Tombstone Backpackers – schon gebucht haben. Das Hostel liegt auf einem Hügel, auf dem sich auch ein Friedhof befindet. Die Besitzer machten sich die Not zur Tugend und richteten ihr Hostel dementsprechend ein.
Wir schlafen diese Nacht in einem Dorm. Dorm ist eine Bezeichnung für Mehrbettzimmer, das von vielen Leuten geteilt wird. In unserem Fall sind es 8. Da wir erst sehr spät ankommen, schlafen alle anderen schon und das Licht ist aus. Es ist übrigens sehr spaßig in der Dunkelheit herauszufinden welche Betten schon belegt sind und welche noch nicht!
Die Nacht war jedoch erstaunlich erholsam und so konnten wir nach ausgiebigem Frühstück unsere Reise fortsetzen.

Man erahnt schon an der Form der Eingangstür die Nähe zum Friedhof

Das Frühtück im Tombstone mit Blick auf den Hafen von Picton

Kaffee darf nicht fehlen. Wie praktisch, dass es nicht nur Tee- sondern auch Kaffeebeutel gibt. Viel besser als jeder Instant-Kaffee!

Blick auf Pictons Hafen

Blick auf die See des Queen Charlotte Sounds

Als erste Station unserer Reise haben wir uns den Abel Tasman National Park ausgesucht. Dieser ist vor allen Dingen für seine mehrtägige Wanderstrecke – den Abel Tasman Coastal Track– bekannt. In Neuseeland gibt es neun sog. "Great Walks". Das sind mehrtätige Strecken, die vom Department of Conservation ausgewählt und verwaltet werden: Abel Tasman ist einer von diesen Great Walks. Doch bevor es in Richtung Abel Tasman geht, wollen wir uns noch Nelson ansehen und die Gunst der Stunde nutzen um uns mit Lebensmitteln einzudecken.

Nelson ist unsere letzte Anlaufstelle für Lebensmittel bevor wir mehrere Tage an keiner größeren Stadt vorbeikommen

The Hot Sausage Company – für Würstchenliebhaber

Auf nach Abel Tasman!

Hier findet Ihr alle Bilder dieses Foto-Albums:
Auckland-Wellington-Picton-Nelson

Kleiner Layout-Wechsel

Schwarze Schrift auf weissem Grund laesst sich angenehmer lesen als andersherum. Deswegen habe ich mal das Layout gewechselt.

Dienstag, 15. Januar 2008

From Coast to coast

Nach einer kreativen Schaffens-Pause kommt hier der neueste Blog-Eintrag. Frisch von der Suedinsel kommend, habe ich festgestellt, dass ich hier noch ein paar aeltere Fotos rumliegen habe, die natuerlich nicht in Vergessenheit geraten duerfen.

Am Wochenende vor dem Suedinsel-Trip kam Tina, eine Freundin von Steffi, nach Auckland um sie zu besuchen. Um ihr Auckland zu zeigen, sind wir den "Coast to Coast Walkway" gelaufen. Im Norden von Auckland liegt der Hauraki Golf, der zum pazifischen Ozean gehoert, im Sueden liegt die Tasmanischen See. Der Weg von Kueste zu Kueste ist 16 km lang und fuehrt quer durch Auckland und ueber zwei Vulkane den Mt Eden und One Tree Hill.


Blick in den 50 m tiefen Krater des Mt Eden

Nur eine der Kuehe weiss den Ausblick auf Auckland wohl zu schaetzen

Auf dem Weg zum One Tree Hill

Blick auf die Schafe vom One Tree Hill

Am Ende des Walkways angekommen, mussten allerdings feststellen, das uns der Zutritt zur Tasmanischen See durch einen Motorway verwehrt wird.

Das Ziel – so nah und doch so fern

Hier geht es zum kompletten Foto-Album:

Coast to Coast walk