Erstmal Danke fuer Eure Kommentare. Es ist immer schoen was aus good old germany zu hoeren ;)
Freitag war ich mit Steffi und ihren Mitbewohnern im kleinen, aber feinen Outhwaite Park zum BBQ. Der Park hat einen nette Grillstelle, samt integriertem Gasgrill. Gegessen wurde, ganz nach deutscher Sitte ;) - Fleisch, Wuerstchen und Salat. Wobei mir die dicken, kleinen neuseelaendischen Wuerstchen nicht so zugesagt haben... Aber das Fleisch und die Salate waren lecker.


Mit Ed (auf dem Foto re.), dem ehemaligen Mitbewohner von Steffi (li.) , sind wir dann nach dem Grillen noch zu seinem Hostel spazieren gegangen. Ed ist Grafik Designer in Print Medien. Er kommt aus Irland, hat aber seinen dortigen Job aufgegeben und sucht jetzt eine Anstellung in Neuseeland. Allerdings scheint es nicht ganz so einfach zu sein, wie er es sich vorgestellt hat. Seit vier Wochen sucht er schon erfolgslos.
Der Weg zu Eds Hostel fuehrte uns ueber die K' Road (in voller Pracht:
Karangahape Road) und Posonby Rd, die ich vorher noch nicht kannte. Die K' Rd ist am ehesten mit unserem Schanzenviertel zu vergleichen: viele kleine Cafes, Boutiquen, Restaurants, das Publikum jung und eher alternativ. Ein Spruch in Neuseeland heisst:
If you can't get it on K' Road, you can't get it in New Zealand.
Biegt man dann nach rechts in die Posonby Rd ein, gibt es Bars, Nachtclubs, alles ist etwas schicker und glamuroeser.

Am naechsten Morgen ging es dann los zur Faehre nach Waiheke Island. Das Haus auf Waiheke Island, in dem wir uebernachteten gehoert James' Familie. Freundlicherweise hat er uns alle eingeladen dort hin zu kommen und hat zudem auch noch alle vom Pier abgeholt und auch wieder hingebracht. Etwa 12 Leute kamen, aber Platz ist ja auch in der kleinsten Huette... Weil Steffi ein Vorspielen beim Orchester hatte, bin ich schon mal vorgefahren. Damit James, nur einmal fahren muss, habe ich mich fuer den Weg dorthin mit einer weiteren Freundin von Anna, Minna, verabredet. Minna ist eine Pharmazeutin aus Schweden, die schon knapp drei Monate in Neuseeland ist und gerade an ihrer Masterarbeit schreibt.
Die Ueberfahrt nach Waiheke Island war sehr nett, zumal sich dort schon abzeichnete, dass es sehr schoenes Wetter an diesem Wochenende geben wuerde.

Am Haus angekommen, packten wir selbstverstaendlich unsere Strandsachen und sind los zur Onetangi Bay, die in etwa 200 m Entfernung zum Haus liegt. Da ziemliche viele Leute am Strand waren, konnten wir Beach-Baseball spielen, das mehr oder weniger wie das normale Baseball gespielt wird nur mit einem Fussball anstelle des "Baseballs" und mit Fuessen anstelle von Schlaegern. Zur Abkuehlung sind wir danach ins noch ziemlich kuehle Meer gesprungen.


Nachmittags sind wir zum
Olive Festival gefahren, bei denen, ganz genau!, Oliven im Vordergrund standen. So gab es Oliven und Olivenoel en masse, aber auch Weinstaende, Essenstaende und Musik. Minna (unteres Foto re.) wollte unbedingt Austern probieren. Ich konnte es mir gerade noch verkneifen. Nach drei Austern war sie nicht besonders begeistert und wird es wohl so schnell auch nicht wieder versuchen.
Da Minna das "In-der-Sonne- sitzen-und-Musik-hoeren" auf dem Olive Festival nach einiger Zeit langweilig fand, hat sie mich ueberredet, loszugehen und was von der Insel zu sehen. So haben wir uns noch einen anderen Strand der Insel angesehen und sind viele Kilometer gelaufen.
Abends haben wir im Garten von James' Haus noch ein nettes BBQ gehabt. Spaeter haben wir dann Charades gespielt. Falls das jmd. nicht kennt (wie ich), das ist so eine Art Pantomime-Spiel. Man muss pantomimisch Filme/Buecher/ Songs erklaeren. Allerdings laeuft das etwas anders als ich das aus Deutschland kenne. So wird nicht versucht den ganzen Begriff zu erklaeren, sondern Woerter, Silben gar einzelne Buchstaben anhand von fest vorgeschriebenen Gesten zu erklaeren. Die deutsche Version ist da - meiner Meinung nach - kreativer. Jedenfalls stehe ich seit dem Abend unter Verdacht Gedanken lesen zu koennen ;) (obwohl ich fuer deutsche Verhaeltnisse ueberhaupt nicht gut in so etwas bin)

Am naechsten Tag haben Rita (2. v. re.), Steffi (li.), Minna und ich mit James (re.) einen Inseltrip gemacht und sind in den unbewohnten Ostteil der Insel gefahren. Dort erwarten einen Schotterpisten, gruene Wiesen, viele Schafe, aber auch leere Buchten. Sofern diese denn zugaenglich sind, denn in vielen Faellen muss man Privatbesitz ueberqueren um dorthin zu kommen (da waere natuerlich ein Boot praktisch). Wir sind dort einige Kilometer gewandert und haben uns den einzigen Schutz Neuseelands fuer den zweiten Weltkrieg angesehen. Er besteht aus einem Netzwerk aus Bunkern, die durch unterirdische Gaenge miteinander verbunden sind und ein paar Kanonentuermen.
So, das muss fuers Erste als Bericht von Waiheke Island reichen. Ich habe mich uebrigens letztes mal bei meiner Telefonnummer vertan, aber den Fehler jetzt korrigiert. Wer das ganze Foto-Album sehen, klickt einfach aufs naechste Bild!