Dienstag, 29. April 2008

Time to say Good Bye

In den letzten Tagen bin ich mit Lena auf Nord- und Suedinsel rumgereist (Fotos folgen selbstverstaendlich). Lena ist mittlerweise wieder wohlauf in Hamburg gelandet und fuer mich brechen hier die letzten Tage, wenn nicht sogar Stunden an. Heute morgen hatte ich den letzten morning tea, wo ich eine Runde Donuts, Muffins und Sandwiches habe springen lassen. Heute Abend werde ich mit ein paar Freunden und Bekannten im Danny Doolan's, einem irischen Pub am Viadukt, ein paar Farewell-Biere trinken. Judy ist so lieb mich dann morgen gegen Mittag zum Flughafen zu fahren.

Es mag wie eine Floskel klingen, die man am Ende eines Blogs wie diesem erwartet, aber ich kann tatsaechlich kaum glauben, dass das halbe Jahr tatsaechlich schon um ist. Waehrend man hier so durch die Strassen geht, denkt man, man wohnt hier fuer immer. Erst in den letzten Tagen ist mir klargeworden, dass mein Aufenthalt hier eigentlich nur wie ein laengerer Urlaub war (mit Arbeitseinlagen selbstverstaendlich). Auch wenn ich mir mein abschließendes Resumee fuer meinen letzten Beitrag aufheben moechte, kann ich schon jetzt sagen, dass ich die letzten 6 Monate, so sehr ich auch Familie und Freunde vermisst habe, sehr gut gefallen habe.

Umso gluecklicher bin ich jetzt aber, dass ich bald wieder in der schoensten Stadt der Welt bin und alle mir liebgewonnen Menschen wiedersehe!

P.S. Fuer diejenigen, die ich am Flughafen sehe, ich komme am Donnerstag, 01. Mai um 13:40 am Terminal 1 mit dem Flug EK 059 an. Bis dann :)

Sonntag, 23. März 2008

Tauchen auf Poor Knight Island und Surfen in Raglan

Ich war gerade bei McDonalds. Der Laden ist zwar nicht gerade für kulinarische Köstlichkeiten bekannt und sorgt immer wieder für Debatten um Geschmack oder eben Nicht-Geschmack unter Gourmets (und solche die es werden wollen). Aber man kann McDonalds nicht vorwerfen, dass meine Portion heute zu klein gewesen sei. Schon das Mac-Attack-Meal mit zwei Big Macs ist ein gut füllendes Angebot. Hinzukommt bei einigen McDonalds-Filialen die praktische 60-Sekunden-Regel. Will heißen: bekommt man nicht innerhalb von 60 Sekunden seine komplette Bestellung, gibt es einen Big Mac umsonst. So gab es heute bei mir das 3-Big-Mac-Menü für $10.50, also 5,30 € (was wohl eher ein Argument für Gourmands als für Gourmets ist).

Letzte Woche Donnerstag war ich mit Judy auf Poor Knights Island tauchen. Das Gebiet zählt laut Tauchzeitschriften zu einem der schönsten subtropischen Tauchreviere der Welt. Um am Tauchtag frisch zu sein, sind wir schon einen Tag früher angereist. Der Tauchveranstalter schätzte die Chancen 50:50 ein, dass wir annehmbares Wetter bekommen würden und die Tauchgänge stattfänden. Dementsprechend mulmig war unser Gefühl am Vorabend, da wir nicht wussten ob unsere Anreise umsonst war. Auch der nächste Morgen schaffte noch nicht mehr Klarheit (im wahrsten Sinne des Wortes), da es sehr bedeckt war. Dessen ungeachtet machten wir uns auf den Weg zum Hafen, wo unser Tauchveranstalter saß. Der strahlte uns an und meinte es würde ein großartiger Tag werden und – er sollte Recht behalten. Die Wolkendecke brach und es wurde ein schöner Tag. Die Unterwasserwelt war wirklich unglaublich. Die Sicht lag bei 30-35 m, die Wassertemperatur von 21°C war mit dem Neoprenanzug gut auszuhalten.
Es war das erste Mal dass ich mich nach einer Unterwasserkamera gesehnt habe. Es hätte viel zu fotografieren gegeben: das blaue Wasser alleine war ein Traum, dazu unterschiedliche Fischschwärme, Stachelrochen, Moränen, Unterwasserhöhlen und, und, und.

Der erste Tauchgang wurde allerdings ein bisschen dadurch getrübt, dass meine Leihmaske nicht gut saß. Mir lief ständig Wasser in die Maske und ich musste zusehen, dass ich loswerde. In 28 m Tiefe kein angenehmes Problem! Dementsprechend schnell ging mir beim ersten Tauchgang nach nur etwas mehr als 20 Minuten die Luft aus.

Für den zweiten Tauchgang hat mir Judy eine ihre Ersatz-Maske geliehen, welche perfekt saß und prompt lief es auch deutlich besser. Nach 35 Minuten und vielen coolen Eindrücken war unser zweiter Tauchgang dann auch beendet und wir haben uns wieder auf dem Weg zum Festland gemacht.

Das Wasser vor Poor Knights Island. Das Boot, das im Bild zu sehen ist, gehört der Konkurrenz Dive!

Ab durch die Mitte!

Ente á l'orange oder Filet Wellington – wonach sieht es aus?

Meine Wenigkeit

Judy

In dieser Höhle werden auf Grund der ausgezeichneten Akustik regelmäßig Konzerte veranstaltet

Am Wochenende bin ich mit Caro nach Raglan zum Surfen gefahren. Raglan liegt südlich von Auckland an der Westküste und ist unter Surfern für gute Wellen bekannt. Leider habe ich keine Fotos vom Surfen direkt (wie auch), aber es war ein Mordsspaß! So ein Mordsspaß, dass wir heute wieder Surfen waren, diesmal in Muriwai nördlich von Auckland. Und ratet mal, was ich morgen machen werden – richtig – surfen!

Nach dem Sonnen- gabs noch den Monduntergang

Pizza zum Sonnenuntergang, eine Flasche Wein und ein Thema zum philosophieren - was braucht man mehr!

Der Sternenhimmel über den Farnblättern

Unser Hostel am nächsten Morgen

Der Inspiration Point macht seinem Namen alle Ehre!

Die Bedingungen waren super. Schöne Wellen, gutes Wetter, also ab in die Fluten!

Nach dem Surfen haben wir uns noch am Flying Fox begnügt, einer Art Seilbahn

Der Strand von Raglan

Feinste Surf-Technik Skills werden hier vorgeführt. Links Timm aus D und Lief aus Schweden, rechts Caro

Die ersten vorab veröffentlichten Fotos des neuen Karate Kid!

Links zu den Foto-Alben:
Tauchen auf Poor Knights Island
Surfen in Raglan

Sonntag, 9. März 2008

UPDATE!

Mal ein kleines Update und ein paar Fotos. Letztens war ich auf der Halbinsel Coromandel im Osten von Auckland. In Coromandel gibt es viel Meer und viele Strände darunter einen natürlichem Heiß-Wasser-Anschluss, den Hot Water Beach. Unterirdische Quellen vulkanischen Ursprungs versorgen den Strand mit heißem Wasser. Man muss nur ein bißchen buddeln, dann wir man fündig!

Coromandel

Ein anderes Mal war ich Segeln. Losgesegelt sind wir von Mission Bay in Auckland und haben uns auf den Weg nach Motuihe Island gemacht, einer kleinen Insel im Hauraki Golf. Bekannt ist die Insel vor allem für die Inhaftierung des Deutschen Felix von Luckner, dem sogenannten Seeteufel. Er soll während des ersten Weltkriegs um die 20 Schiffe versenkt haben, wobei nur ein einziger Seemann zu Schaden gekommen sei. Er soll sogar stets die Bord-Katze gerettet haben und soll unter seinen Gegnern für seine humane Kriegsführung ein hohes Ansehen erlangt haben. Eines Tages wurde er allerdings geschnappt und auf Motuihe Island gefangen gehalten. Ich kann nur sagen: da gibts Schlimmeres!

Segeln nach Motuihe Island

Außerdem bin ich mit Judy nach Dunedin geflogen, einer Stadt auf der Südinsel. Wir waren dort auf der FDB Conference und haben an der University Of Otago Leute getroffen, die uns mit dem Aufbau eines unserer Experimente geholfen haben. Praktischerweise ist Sönke, ein Kumpel aus dem Studium, auch gerade in Dunedin und macht dort sein Praktisches Jahr. Da er mit seinen Mitbewohnern in einem großen Haus wohnt und noch Platz hatte, haben wir bei ihm gepennt und die eine oder andere nette Grillung gehabt.

Leider war mein Kamera-Akku anfangs nicht aufgeladen, weswegen ich nicht viele Fotos geschossen habe. Wenigstens habe ich Bilder von der Baldwin Street, der (laut Guinness Buch der Rekorde) steilsten Straße der Welt! Eines Tages haben wir einen kleinen Ausflug zur Otago Peninsula gemacht, wo es Albatrosse zu sehen gab.

Dunedin

Was sonst? Rita hat Geburtstag gefeiert und ist kurz darauf nach Australien geflogen, wo sie noch einen kleinen Urlaub verbringt bevor sie wieder zurück nach Deutschland fliegt.

Ritas Geburtstag

Michelle hat letztens einen Freund, Robert, eingeladen und Sushi gemacht.

Sushi

Michelle ist übrigens ausgezogen und bei Robert eingezogen, der ihr günstigen Unterschlupf gewährt. Sie plant eine große Reise in die USA und zum Mount Everest Base-Camp und ihr kommt die günstige Unterkunft gerade recht um jeden Cent zu sparen. Dafür ist nun Till, der lustigerweise auch aus Hamburg (Finkenwerder) kommt und auch an der Uni studiert in das große Zimmer eingezogen.

Darren aus der Uni hat seinen Junggesellen-Abschied gefeiert und auch wenn er den Gedanken, dass er im Internet mit Lippenstift und Plüschfedern zu sehen sein wird, wahrscheinlich nicht gut finden wird, hier ein verschwommenes Foto:


Er heiratet nächste Woche und fliegt dann mit seiner Freundin nach Vietnam in die Flitterwochen.

Gestern war ich mit Steffi bei Anna und haben German Dinner gemacht. Es gab Strammer Max als Entrée, Frikadellen mit Himmel und Erde (Kartoffeln mit Äpfeln zu essen gilt hierzulande als exotisch!) und zum Schluss ein Schichtsalat. Demnächst ist Anna dran und kocht uns was aus Fidschi. Man darf gespannt sein!

Samstag, 23. Februar 2008

Waitakere Ranges

Letztens waren wir in den Waitakere Ranges wandern. Das ist eine Hügelkette, die im Westen von Auckland liegt und eine ziemlich spektakuläre Landschaft bieten soll. So wurde es mir jedenfalls versprochen. Ein paar Bekannte von Steffi hatten sie gefragt, ob sie nicht Lust hätte einen Steam-Walk mit ihnen zu machen, also eine Wanderung entlang eines Flussstroms. Klar! Steffi hat mich auch noch in den Plan eingweiht und los gings.

Die Wanderung ist an einem Sonntag und vielleicht ist das der Grund, warum ich denke wir hätten einen gemütlichen Sonntagnachmittags- Spaziergang vor uns. Eins kann ich schon mal vorweg nehmen: ich sollte mich irren!
Es fängt damit an, dass das schöne Wetter vom Vortag wie verflogen zu sein scheint. Leider bemerke ich das aber erst NACHDEM ich die Wohnung verlasse. Statt schönem Wetter gibt es eine geschlossene Wolkendecke. Ein Blick in den Himmel verrät einen ungewissen Ausgang für das Wetter, dabei sind wir heute den ganzen Tag draußen unterwegs. In solchen Fällen hätte man wohl zumindest ganz gerne eine Jacke dabei. Macht ja nichts!

Nach ein bißchem Autofahren kommen wir am Startpunkt an. Da wir von dort aus einem Flussverlauf hinab zu einem Strand folgen würden und wir mit zwei Autos angereist sind, beschließen wir ein Auto am Strand zu parken, sodass wir den ganzen Weg nicht zweimal gehen müssten. Eine weise Entscheidung.

Gleich am Startpunkt gibt es die erste Überraschung: Es gibt gar keinen richtigen Track. Dazu muss man sagen, dass die Tracks in Neuseeland üblicherweise gut ausgeschildert und gepflegt sind. Auf 'unserem' Track werde ich kein einziges Schild sehen.

Es fängt sehr harmlos an: erst überqueren wir eine Ackerwiese, dann folgen wir einem breitem Gehweg. Mit der Zeit allerdings wird dieser immer schmaler und der Wald immer dichter. Plötzlich stehen wir an einem Bach aber es gibt keine Brücke! Als es dann auch noch langsam anfängt zu regnen, wird mir zum ersten Mal an diesem Tag klar, dass es wohl doch kein Sonntagsspaziergang werden wird.

Am Startpunkt: kein Track weit und breit!

Die ersten Schritte führen diesen breiten Weg entlang

Der Weg wird schmaler, die Bewachsung dichter

Wo ist hier die Brücke?

Am Bachufer stehend wird mir klar, dass ich zum letzten Mal für heute trockene Socken tragen werde. Zwar liegen ziemlich viele Steine im Bach, die einem helfen den Bach zu durchqueren und an der ersten Stelle, an den wir ihn überqueren ist er nicht sonderlich breit. Aber die Steine sind leider sehr glitschig und es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein bis man das erste mal ausrutscht. In dieser Sache soviel darf ich mal wieder vorweg nehmen sollte ich recht behalten.

Nach unserem ersten Seitenwechsel ist alles, was vorher noch nach einer Spur ausgesehen haben mag, vollkommen verschwunden. Hier regiert nur Mutter Natur! Das heißt wir suchen uns IRGENDEINEN Weg. Geht es auf der einen Flussseite nicht weiter, versuchen wir es auf der anderen. Manchmal scheint es auch auf beiden nicht weiter zu gehen. Aber es ist erstaunlich wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg! Und so geht es irgendwie immer weiter.

Äh? Wo ist hier noch der Weg?

Sille Wasser sind tief. An manchen Stellen scheint der Fluss gar nicht mehr zu fließen

Mittagspause unter Farnbäumen

Der Regen wird immer stärker, aber das ist nicht weiter schlimm. Nass bin ich sowieso von oben bis unten. Die hilfreichen Steine, mit Hilfe derer ich anfangs den Bach überquert habe, gibt es schon lange nicht mehr. Geht es weder auf der einem noch auf der anderen Uferseite weiter, versuchen wir es mitten durch den Fluss. Dieser wird irgendwann zu tief. Also suchen wir uns doch einen Weg am Ufer entlang. Es gibt immer einen Weg irgendwo.

Mitten im Wald läuft uns plötzlich ein Frischling über den Weg. Die mitwandernde Damenwelt ist zwar ob der Niedlichkeit des kleinen Dings entzückt, doch um ehrlich zu sein traue ich dem Frieden nicht recht. Wo das Junge ist, können die Eltern nicht weit sein, sage ich mir und frage mich, wie es Mami oder gar Papi gefallen würde, wenn wir das kleine Schweinchen einfach streichelten. Glücklicherweise scheinen die aber ebenfalls auf ihrem Sonntagnachmittags- Spaziergang unterwegs zu sein und lassen sich nicht mehr blicken. Den Baum, den ich im Falle eines Falles hochklettern würde, hatte ich mir schon ausgesucht.

Je dichter wir zum Strand kommen, desto mehr verlässt uns der Regenwald. Stattdessen erwartet uns diese Graslandschaft

Die letzten Meter zum Strand. Es sieht lustig, aber wo der Typ mit der rot-grünen Jacke herumturnt ist das Wasser bestimmt tief genug um schwimmen zu gehen

Am Ziel: etwas nass bin ich doch geworden

Als letzte große Tat des Tages erklimmen wir eine Anhöhe auf dem Starnd um einen Überblick zu bekommen.

Schöner Blick auf die Bucht von Anawhata

Heutzutage trägt man es enganliegend. Die andere Seite der Bucht

Auf den Weg zurück zum Parkplatz unseres Autos werfen wir noch mal einen Blick auf die Bucht

Es war ein "Spaziergang", den ich bestimmt nicht so schnell vergessen werde. Die Landschaft ist wirklich so spektakulär wie es mir versprochen wurde und ein Tag im Nassen kann man für die schönen Eindrücke ruhig in Kauf nehmen wie ich finde!

Zum Album:
Waitakere Ranges

Donnerstag, 7. Februar 2008

Der Metz in Kohimarama

Letztes waren wir im Auckland-Stadtteil Kohimarama, der aus offensichtlichen Gruenden von den meisten Aucklandern kurz Kohi genannt wird, in einem deutschen Restaurant essen. Rita, eine deutsche Mitbewohnerin von Anna hatte ihr zu ihrem Gebrutstag einen Gutschein fuer das deutsche Restaurant der Metz geschenkt. Zur Vervollkommnung der Authentizitaet des Besuches beim deutschen Restaurant mussten selbstverstaendlich noch mehr Deutsche mitkommen und so haben Katrin, Steffi und ich uns erbarmt und haben das deutsche Quartett vervollstaendigt. Darauf was mich im Restaurant erwarten wuerde war ich sehr gespannt, denn ich war glaube ich noch nie in einem deutschen Restaurant essen, zumindest nicht in einem das es sich auf die Fahnen geschrieben hat.

Schon vorher hatten wir uns ueberlegt was es wohl im Restaurant zu essen geben werde und was typisch deutsche Gerichte sind. Nach kurzer Ratlosigkeit sind uns dann aber nach und nach immer mehr Gerichte eingefallen. Und mit jedem neuen Gericht, das uns einfiel, steigerte sich die Vorfreude aufs Restaurant.

Als wir jedoch im Restaurant ankamen und einen Blick auf die Speisekarte warfen, machte sich Ernuechterung breit: Keines der heiss ersehnten Gerichte stand auf dem Speiseplan. Stattdessen: Schnitzel in 10 Variationen und Gulasch, aber immerhin Apfelstrudel und Eis mit heissen Himbeeren. Lecker war das Schnitzel trotzdem und wenigstens waren die Portionen anstaendig gross!

Anna und das gute deutsches Bier

Steffi und Rita

Katrin und ich

Darf natuerlich im deutschen Restaurant nicht fehlen

Sehr bunt gemischt die Wanddekoration

Schloss Neuschwanstein

Anna und Koenig Ludwig II.

Anschliessend sind wir noch kurz zur St. Haliers Bay gefahren, einer der Stadtteile im Osten von Auckland, die direkt am Strand liegen. Von dort hat man eine schoenen Blick auf Auckland.

Auckland bei Nacht – zumindest den Skytower kann man sehen

Der Mond ueber dem Hauraki Golf

Alle Fotos:
Der Metz

Montag, 4. Februar 2008

Lake Taupo

Neulich war in Auckland Anniversary Day. Da dieser immer auf einen Montag fällt, bleibt die Uni geschlossen und man hat ein langes Wochenende. Anna, Steffi und ich haben beschlossen nach Taupo zu fahren. Taupo ist eine Stadt, die ziemlich zentral auf der Nordinsel, direkt am großen Lake Taupo, dem größten See Neuseelands liegt. Der Lake Taupo – nur mal so als Groessenvergleich – ist größer als der Bodensee und beherbergt auch mehr Wasser als dieser.
Außerdem ist Taupo nach eigenen Angaben die Forellenhauptstadt Neuseelands – na wenn das mal nichts ist.

Der Lake Taupo

Der frühe Vogel fängt den Wurm. Anna holte uns also morgens zu unchristlicher Zeit um ca. 09:00 Uhr morgens ab und wir fuhren los. Unser erster (Frühstücks-)Stopp war Tirau, eine Stadt die für ihre Wellblechskulpturen bekannt ist. Hier gibt es alles: Schafe aus Wellblech, Hunde aus Wellblech, Menschen – alles was das Herz begehrt (oder auch nicht).

Wellblechfiguren in Tirau

Das Information-Center: ein Hund

Alles was mit Wolle zu tun hat, kann man hier kaufen: das Schaf

Anna und ich in Tirau

Nach einem Frühstück, wobei die Wahl aus Eggs on Toast, Beans on Toast oder Spaghetti on Toast bestand, sind wir weiter nach Taupo gefahren und haben uns ins Go Global Backpackers eingemietet. Sehr praktisch an diesem Hostel: nebenan ist ein irischer Pub mit Live-Musik und unser Hostel hat sogar einen separaten Eingang in den Pub :)

Am Abend haben wir uns an einem Strand am Lake Taupo von den Strapazen der Autofahrt erholt und haben eine Erfrischung im kühlen Nass des Lake Taupo gegönnt.

Am Abend auf der Terrasse unseres Hostels

Am nächsten Tag ging es dann für Steffi und mich zum White-Water-Rafting, wo man in einem Schlauchboot einen wilden Fluss hinab faehrt. Der Fluss – Tongariro River – liegt ein bisschen ausserhalb von Taupo, sodass wir erstmal eine Weile mit dem Auto (nach Taurangi) fahren mussten. Zunächst wurden wir mit Nassanzuegen, Schwimmwesten und Helmen eingedeckt und dann gings los: Unser Guide – Callum – fragte uns wer gerne vorne im Boot sitzen moechte, denn dort sei die Gefahr besonders gross aus dem Boot zu fallen, allerdings sei es vorne auch am aufregendsten. Da ich damit kein Problem hatte, habe ich mich freiwillig gemeldet. Steffi war – nach kurzem Zoegern – auch dabei. Leider kam es wie es kommen musste und ich bin ins Wasser gefallen. Es war aber nicht weiter schlimm, denn in diesen Neopren-Anzuegen war einem dermassen warm, dass diese 'kleine' Erfrischung gerade recht kam. Ausserdem hatte ich mir eine gute Stelle ausgesucht: es war gluecklicherweise ziemlich tief und danach kam erstmal eine Weile ruhigeres Wasser.

Es war ein sehr spassiger Ausflug, der meine Erwartungen bei weitem uebertroffen hat. Zwischendurch - in ruhigeren Passagen - sind wir aus dem Boot gesprungen und haben uns mit dem Strom treiben lassen oder sind von einem hohen Felsen ins Wasser gesprungen, was hierzulande etwas eindrucksvoller als 'Rockjumping' bezeichnet wird.


Etwas eng sitzt die Hose ja schon...

Auf dem Weg ins Wasser

Trockenuebungen

Noch einmal winken...

...dann gehts auf in die Fluten

Man sollte schon damit rechnen nass zu werden

An dem Abend haben wir uns mit ein paar Freunden von Anna getroffen und den Tag mit einem BBQ abklingen lassen. Am naechsten Morgen wollten wir eigentlich einen Segeltoern zu den 'Maori-Carvings' zu unternehmen. Da sind Felszeichnungen, die von Maori erstellt worden sind und nach dem Priester benannt sind, der laut Maori Mythologie die Vulkane nach Neuseeland gebracht.
Leider sind wir 5 Minuten zu spaet am Hafen gewesen und das Schiff war schon weg. Also haben wir schnellstens einen B-Plan erstellt und sind zu den Huka Falls gefahren. Die Huka Falls sind eine Kaskade von Wasserfaellen des Waikato Rivers, welcher der laengste Fluss in Neuseeland ist.

Der Waikato-River...

...zeigt sich von seiner schoensten Seite

Die Huka Falls

Ich vor dem letzten Abschnitt ruhigen Wassers bevor die Huka Falls beginnen

Anna hat eine Freundin in Taupo, die praktischerweise bei Rapid Sensations Adventures arbeitet, einem Unternehmen, das Kayak-Touren unternimmt und so haben wir anschliessend noch eine kleine Kayak-Tour unternommen.

Das Flussufer des Waikato-Rivers

Immer mit dem Flow!

Anna und ich im Kayak

Wer gerne Bungee-Jumping am Waikato-River machen moechte, springt dort oben runter

Schoen blau war der Fluss. So ruhig war es aber nicht immer, zum Schluss wurde es deutlich rauher.

Vorsicht Lena, die Ente :)

Mehr Fotos:
Taupo

Mittwoch, 23. Januar 2008

Kurzer Prozess!

Mein Blog und ich haben uns auseinander gelebt!

Waehrenddessen ich in meinem Blog ueber die Suedinsel schreibe, geht mein Leben in Auckland weiter. Leider komme ich zur Zeit – ab und zu muss ich auch mal arbeiten – nicht so recht zum schreiben. Mit meinem jetzigen Schreibtempo wuerde ich den Suedinsel-Trip so in ca. drei Jahren fertig stellen.

Nuechtern betrachtet, schreibe ich gerade ueber Sachen, die an Weihnachten stattgefunden haben. Dabei ist heute der 24. Januar.
Ich moechte, dass mein Blog und ich wieder zusammenfinden und deshalb mache ich kurzen Prozess: ich zeige Euch nur die Fotos vom Rest der Reise. Erzaehlen kann ich Euch alles, wenn ich wieder in Hamburg bin.

Pancake Rocks
Punakaiki – Beach Hostel
Franz Josef Glacier
Lake Matheson
Te Anau
Doubtful Sound
Key Summit
Queenstown
Glenorchy-Kinloch
Lake Ohau
Hamner Springs-Marlborough
Wellington-Wanganui